Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden,

eure Konfirmandenzeit geschieht wirklich unter ganz widrigen Bedingungen und macht es euch schwer, diese Zeit genießen und als erfüllend und bereichernd erleben zu können. Das tut uns sehr leid und zerreisst uns beinahe das Herz. Wir haben noch so viele tolle Ideen, wir haben so viel Kreativität und Power im Konfibegleiter-Team, wir haben so viel Lust auf gemeinschaftliche Erfahrungen, wir haben so viel Herzblut, euch eine Vertrauensbeziehung zu Jesus nahe zu bringen - und müssen doch bisher auf so viel verzichten. Auch uns fällt das sehr schwer.

Aber: Halten wir miteinander durch! Bleiben wir weiter im Kontakt und füreinander da. Wir glauben fest, dass in der Zeit bis Juli noch ganz viel stecken kann und für viel Bereicherung und Tiefgang sorgen wird. Bleibt gespannt und guten Mutes. Dass euer Konfijahr schon ein ganz Besonderes ist, steht ja außer Frage. Aber dass noch einige Highlights und eindrückliche Momente kommen werden - davon sind wir überzeugt und wollen unser Bestes dafür tun, dass auch ihr sagen könnt: Unser Konfijahr hat sich wirklich gelohnt, Spaß gemacht und uns im Leben und Glauben gestärkt und weiter gebracht.

Eure Konfibegleiter und Herr Leitner

 

Sommer, Sonne... und Konfirmation im Juli!

Aufgrund der immer noch vorherrschenden Pandemie-Situation haben wir zusammen mit den Konfirmationsfamilien beschlossen, die Konfirmationen in den Juli zu verschieben. Vor allem die Möglichkeit, nach draußen gehen zu können, scheint im Juli deutlich aussichtsreicher zu sein. Hinzu kommen die - hoffentlich - erweiterten Möglichkeiten, mit der Verwandtschaft feiern zu können.

Die neuen Termine sind also in der Großdeinbacher Kirche Samstag 10.7. und Sonntag 25.7. In der Lindacher Kirche Sonntag 11.7. und Samstag 24.7.

Da wir uns seit Mitte Dezember nicht treffen dürfen, haben wir den Konfirmandenunterricht auf eine digitale Plattform verlagert und darauf auch schon zwei Konfisamstage veranstaltet. Was wären wir auch hier wieder ohne unsere genialen Konfibegleiterinnen und Konfibegleiter! Sie sind regelmäßig mit am Start, leiten Kleingruppen, bringen Ideen ein und organisieren auch die technischen Details. Natürlich ist der digitale Unterricht anders organisiert und kann auch einen wesentlichen Grundzug des Konfirmandenjahres - die erlebte und gelebte Gemeinschaft - nicht annähernd ersetzen. Aber immerhin können wir so Kontakt halten, Impulse setzen und durchaus auch Spaß miteinander haben. Nichts zu machen war für uns nie eine Option. Insofern kämpfen wir uns da durch und hoffen, dass wir bald wieder (vielleicht in Kleingruppen) uns in Präsenz treffen können.

Die Verlegung der Konfirmationen in den Juli ermöglicht uns genau das: Wir haben mehr Zeit gewonnen, um noch gemeinsame Erlebnisse und Unternehmungen unterzukriegen wie z.B. Übernachtungen. So entwickeln sich hoffentlich auch wieder mehr Dynamik, mehr Zugehörigkeitsgefühl, mehr Vertrauen, mehr Spaß und mehr Gemeinschaft. Bisher blieb das ganz schön auf der Strecke.

Aber wir sind guten Mutes, da vor allem die wenigen Aktionen, die uns bisher vergönnt waren, eine hohe Bedeutung bekommen haben. Unter anderem haben die Konfirmandinnen und Konfirmanden Weihnachtskarten für die Bewohnerinnen und Bewohner im Pflegeheim Haus Deinbach gestaltet und damit für große Freude in schwieriger Zeit gesorgt.

 

 

Neues Konfirmandenjahr hat begonnen

Direkt nach der Konfirmation ging es mit „den Neuen“ los. Sage und schreibe 39 Konfirmand*innen sind mit dabei und so haben wir den ersten Mittwochnachmittag in der Kirche verbracht - denn nur dort haben wir ausreichen Platz mit Abstand - bevor wir in der Woche darauf dann in zwei hintereinander folgenden Gruppen uns auch im Gemeindehaus treffen konnten.

Gleich zu Beginn haben wir am 10. Oktober den ersten Konfi-Samstag veranstaltet, welcher besonders dem Kennenlernen und der Gruppendynamik diente und deshalb stark erlebnisorientiert ausgerichtet war. Wesentlich sind dabei unsere Konfi-begleiter*innen - Jugendliche, die in aller Regel konfirmiert sind, also die Konfirmandenarbeit kennen und sich nun ehrenamtlich einbringen und für eine kreative und abwechslungsreiche Gestaltung des Konfirmandenjahres sorgen. Was für eine Bereicherung!

Nach dem gemeinsamen Start in der Kirche wurden die Konfis coronakonform in drei Gruppen aufgeteilt und es ging mit Spielen zum Kennenlernen weiter. Zum Mittagessen gab es Pizza im Gemeindehaus. Es folgte ein biblischer Impuls und anschließend zogen die drei Gruppen mit ihren jeweiligen Konfibegleiter*innen in verschiedene Himmelsrichtungen davon: Zielgebiet war der Wald. Dort wurden Vertrauensübungen miteinander durchgeführt. z.B. blindes Führenlassen oder blindes Rennen auf Zuruf. Zur erneuten Stärkung gab es Kuchen und Muffins. Zum Abschluss überreichten die Konfibegleiter*innen allen Konfirmand*innen ihre Konfirmationsbibel als Geschenk der Kirchengemeinden Lindach-Mutlangen und Großdeinbach. Wir machen hier ja seit einem Jahr völlig gemeinsame Sache.

Im Oktober folgte auch die Vorstellung der Konfirmand*innen in der Lindacher Kirche - aufgeteilt in die zwei Mittwochsgruppen und in zwei Durchgänge - bis uns nun im November wieder ein gewisser Strich durch die Rechnung gemacht wurde. Theoretisch darf der Konfirmandenunterricht stattfinden, da er als „Bildung“ klassifiziert ist. Da aber verschiedene Jugendliche, verschiedene Schularten und verschiedene Ortschaften zusammenkommen, haben wir uns entschieden, im November den Unterricht digital stattfinden zu lassen, so dass direkte Kontakte minimiert werden. Dafür gibt es eine eigene Konfi-App und die Konfis sind motiviert dabei.

 

Erste Eindrücke aus dem neu begonnenen Konfirmandenjahr

Konfirmation 2021

Ich freue mich sehr, dass sich 39 Jugendliche für das gemeinsame Konfirmandenjahr der Kirchengemeinden Großdeinbach und Lindach-Mutlangen angemeldet haben. Und ich bin gespannt auf diese gemeinsame Zeit, die Erlebnisse und Erfahrungen. 

Wieso „Ich“? Weil ganz aktuelle Änderungen notwendig geworden sind, die ich kurz erklären möchte: Pfarrerin Susanne Holzwarth-Raithelhuber aus Mutlangen hat zum 1. September 2020 ihre 50% Pfarrstelle verlassen und ist nach Ilshofen gegangen. Diese 50% fallen weg. So sieht es der Pfarrplan (also die Strukturreform der Landeskirche) vor. Gleichzeitig fallen bei meiner Stelle 25% Jugendpfarramt weg (die ich dann ehrenamtlich weitermache). Damit aber die Stelle in Großdeinbach weiterhin 100% ausfüllen kann, gibt es einen Dienstauftrag in Lindach-Mutlangen. 

Und nun kommt das Konfirmandenjahr ins Spiel: Deshalb ist jetzt die Pfarrstelle Großdeinbach - also „Ich“ - auch für die Konfirmandenarbeit in Lindach-Mutlangen zuständig und Ansprechpartner in allen Fragen. Auf diese Aufgabe freue ich mich wirklich sehr und kann an den bisherigen tollen Erfahrungen der Zusammenarbeit nahtlos anknüpfen. Pfarrerin Eleonore Härter kann dadurch andere Schwerpunkte in der Gemeindearbeit setzen.

Und wie wir dann unter erschwerten Bedingungen starten konnten - das wird dann hier im Laufe der Zeit zu lesen sein.

 

Pfarrer Jochen Leitner