NABU-Projekt „Blühende Gärten“ zeichnet Umweltteam der Evangelischen Kirchengemeinde Großdeinbach aus

Einsatz für mehr Summen und Brummen / Ministerpräsident Kretschmann würdigt Engagement für die Artenvielfalt

Gemeinsam mit dem Naturschutzbund Deutschland „NABU“ hat sich das Umweltteam „Grüner Gockel“ der Evangelischen Kirchengemeinde Großdeinbach im Projekt „Blühende Gärten“ dafür eingesetzt, dass Schmetterlinge, Wildbienen und Singvögel im Kirchgarten einen duftenden und vielfältigen Lebensraum vorfinden. Damit es dort künftig zusätzlich zu dem bereits integrierten Bienenvolk kräftig summt und brummt, wurde in einem ersten Schritt im Herbst auf einzelnen Parzellen eine regionale Wiesen-Blühmischung ausgebracht. Als nächstes werden einzelne Büsche entfernt und durch insektenfreundliche Arten ersetzt. Bestehende und neu bepflanzte Flächen werden um geeignete Stauden ergänzt.

Ermöglicht hat die Umgestaltung die erfolgreiche Bewerbung und anschließende Beratung zur naturnahen Umgestaltung im NABU-Projekt „Blühende Gärten“. „Die hat uns den entscheidenden Impuls und das nötige Wissen geliefert, endlich loszulegen. Mir persönlich ist es ein wichtiges Anliegen, etwas gegen das Artensterben vor unserer Haustüre zu tun! Jetzt bin ich gespannt, was hier im Sommer summt und brummt“, sagt Ralf Fautz, Umweltbeauftragter der Kirchgemeinde.

Im August 2019 hatte Landschaftsarchitekt Johannes M. Jeutter vom Gärtnerhof Jeutter in Faurndau, das erste Mal einen Blick auf die Fläche rund um die Kirche geworfen und eine erste Einschätzung gegeben. Anschließend entstand ein umfassendes Konzept mit Vorschlägen für die Umgestaltung. „Wir sind sehr gespannt auf die öffentlichen Reaktionen zu den neu gestalteten Flächen und freuen uns, dass wir als Kirchengemeinde mit gutem Beispiel vorangegangen sind“, sagen Pfarrer Jochen Leitner und Umweltbeauftragter Ralf Fautz. 

Ministerpräsident Winfried Kretschmann freute sich bei der Abschlussveranstaltung
am 6. März in Stuttgart über die neuen Naturgartenfans: „Das Projekt hat gezeigt, wie viele Menschen im Land selbst anpacken wollen, damit es in unseren Siedlungen blüht, summt und brummt! Für die 100 Gartenberatungen hatten sich zum Beispiel über 2.000 Privatpersonen, Vereine, Kirchengemeinden und Unternehmen beworben. Das gibt mir Hoffnung, dass wir das Artensterben gemeinsam abwenden können.“ Dort nahm Ralf Fautz stellvertretend für das ganze Umweltteam der Kirchengemeinde für das erfolgte Engagement für die Natur eine Urkunde und eine kleine Schlüsselblume entgegen.

NABU-Projektleiterin Anna Sesterhenn ist zuversichtlich, dass sich viele Gartenbegeisterte auch nach Projektende weiter austauschen werden: „In vielen Städten und Dörfern haben wir Naturgartenexpertinnen und -experten mit Bürgerinnen und Bürgern zusammengebracht. Viele Vereine, Kirchengemeinden und Firmen wollen ihre Flächen weiter umgestalten und anderen davon erzählen.“ 

 

Hintergrund:

Das Projekt „Blühende Gärten – damit es summt und brummt!“ hat zwei Jahre lang praktische Tipps und Beratungen an Privatpersonen und Institutionen wie Kirchen, Vereine und Unternehmen weitergegeben, damit Igel, Zauneidechse und Tagpfauenauge dort einen Platz zum Leben und Nahrung direkt vor der Kirchentüre finden. Die erfolgreiche Bilanz zum Projektende: 100 Gartenberatungen vor Ort, 72 Vorträge im ganzen Land, zahlreiche Anrufe beim NABU-Gartentelefon und Aufrufe der Homepage sowie 400.000 verteilte Flyer mit allgemeinen Tipps zum naturnahen Gärtnern samt zertifizierten, heimischen Blumensamen. 

Das NABU-Projekt „Blühende Gärten – damit es summt und brummt!“ wurde gefördert durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg. 

Mehr Informationen gibt es unter www.blühendegärten.de